aa |
auch, ebenso; “I hob’s aa g’seng!” - “Ich durfte diesen Vorgang ebenfalls visuell beobachten.” |
aba |
aber, dennoch, wenn auch; “Aba wia schreibst’n ABBA?” - “Aber wie schreibt man denn nun ABBA korrekt?” |
Apfe |
(mask.)
Apfel; “Do is a Wuam im Apfe drin g’wen!” - “Der Apfel war zuvor Aufenthaltsort eines Wurmes.” // Ead~: (mask.)
Kartoffel; “Aba mit am Eadäpfesolot, ge!” - “Bitte mit Kartoffelsalat als Beilage.” |
aufsteiln |
(aufg’steilt ham)
sich ganz besonders hübsch machen, sich schminken; “Host di heit scho wieda aufg’steilt, ha?” - ”Du wirkst sehr ausgiebig geschminkt heute, gedenkst du auszugehen?” |
Baam |
(mask.)
Baum; “Is aba a großa Baam.” - “Ganz schön hoch, die gute Eiche.” // Watschn~: (mask.) Androhung oder Ausführung einer Ohrfeige; “Glei foit fei da Watschnbaam ummi, ge!” - “Gleich setzt es
was, mein Freund.” |
Belle |
1. (mask.)
Kopf, Haupt, Schädel; “Host ebbs aufn Belle kriagt?” - “Hast du etwas auf deinen Denkapparat bekommen?”; siehe auch Hiankastl // 2. (mask) Bezeichnung für den Schellen-Siebener im
Bayerischen Kartenspiel, v. a. beim Watten; “Ha, i hob an Belle!” - “Sieh her, was für einen Trumpf ich habe: Den Siebener der Schellen!” |
Bia |
(neutr.)
Bier; “A Bia!” - “Könnten Sie mir wohl bitte ein liebreizend kühles Bier servieren?” // Frei~letschn: Mittrinker, Freibierausnutzer; “Hängst dei Freibialetschn aa übaoi nei, ha!” - “Du bist echt
überall dort zu finden, wo es Bier umsonst gibt.” |
bieseln |
(bieselt ham)
sich erleichtern, pullern; “I muass bieseln!” - “Ich verschwinde denn nun auf die Toilette.” // Hosenbiesler: (mask.) Angsthase, Feigling; “Du Hosenbiesler!” - “Stell dich nicht so an!” |
Bleschl |
(mask.)
Zunge; “Dass’da ned glei da Bleschl obfoit!” - ”So viel Unsinn, wie du gerade erzählst, fällt mir nicht einmal in drei Wochen ein.” |
Brezn |
(fem.)
Breze, Brezel; “Auf da Wiesn gibt’s Riesnbrezn.” - “Auf dem Oktoberfest gibt es riesengroße Brezeln zu erwerben.” // ~soiza: (mask.)
Aushilfe, Trottel, Bimbo; “I bin do ned am Dalai Lama sei Breznsoiza!” - “Ich werde das durchaus nicht tun.”; siehe auch Hausl |
B’steck |
(neutr.) Besteck; “Des is as B’steck.” - “Das gemeine
Besteck setzt sich für gewöhnlich aus den Bestandteilen Messer, Gabel und Löffel zusammen.” |
Bua |
(mask.) Junge, Bub; “Öha, Buama!” - “Vorsicht, Jungs!” //
Laus~: (mask.) Frechdachs, Schlingel; “So a Lausbua!” - “So ein gerissener Schlingel!” |
Butter |
(mask.)
Butter; “Gib’ma amoi an Butter!” - “Reiche mir bitte die Butter.” // neibuttern: (neibuttert ham) ‘reinwürgen, mit fiesen Tricks ausspielen; “Dea hot’da des fei g’scheid neibuttert!” - “Das war
pure Berechnung seinerseits.” |
damisch |
dumm, blöd, bescheuert; “Du damischer Uhu!” - “Welch ein Vollhorst!” |
dawischn |
(dawischt ham)
erwischen, einholen, stellen; “Dawischn wenn i eich doa!” - “Na wartet, wenn ich euch kriege!” |
Dirndl |
1. (neutr.) Dirndel, Trachtenkleid; “Host scho mei
neis Dirndl g’seng?” - “Hast du schon mein neues Trachtenkleid bewundert?” // 2. (neutr.) Verniedlichungsform von Madl; “A schicks Dirndl!” - “Dort läuft ein äußerst
anmutiges Mädchen herum.” |
Ditschi |
(mask.)
Hut; “Wo ko i mein Ditschi hidoa?” - “Wohin kann ich meinen Hut ablegen?” |
doa |
1. (tan ham)
tuen, machen; “Wos hot’n des ‘zmit z’doa?” - “Was tut dies zur Sache?” // 2. Bekräftigungsverb; ”Wenn i des seng doa!” - “Wehe dir, mein Lieber, wenn mir das zu Augen kommt!” |
Dusl |
(neutr.)
Glück; “Host du a Dusl!” - “Mensch, hast du ein Schwein!”; siehe auch Massl // ~kopf: (mask.) Glückspilz; “Jo, du Duslkopf!” - “Führwahr, du bist ein vom Glück gesegneter Mensch!”
|
eh |
sowieso, überhaupt; “Des schdimmt eh ned!” - “Dies ist sowieso gelogen.” |
eikasteln |
(eikastelt ham)
einsperren, in Haft nehmen; “Hams eahm eikastelt?” - “Ist er denn eingesperrt worden?” |
fad |
langweilig, fade; “Is des a fads Schbui!” - “Mein Gott, spielt diese Mannschaft wieder schlecht.” |
fei |
Bekräftigungsfloskel; “Mach’ma des fei ned hi, Buasch!” -
“Ich würde dir raten, mein Junge, dieses Objekt heil und in tip-top Zustand zu lassen, sonst werde ich womöglich aggressiv.” |
foan |
(g’foan sei)
fahren, reisen, gehen; “Geh’ma oda foa’ma oda lass’ma unter’m Gehn oan foan?” - “Soll ich laufen oder fahren oder lieber meine Magengase freisetzen?” // Foat: (fem.)
Fahrt, Reise; “Is a longe Foat bis Minga obi.” - “Es ist keine kurze Strecke von hier bis nach München zu fahren.” |
Fotzn |
(fem.)
kräftigere Ohrfeige; “A Packl Fotzn is glei aufg’rissn!” - “Ein paar Ohrfeigen sind sehr schnell verteilt.”; siehe auch Watschn // Back~: (fem.) “Des gibt glei a baar Backfotzn!”
- “Du Schurke! Haha! Nimm dies und dies!”; siehe auch Fotzn |
Freid |
fem.)
Spaß, Lust, Freude; “Z’ Essi-Dissi z’danza is imma a rechte Freid.” - “Zur Musik von AC/DC zu Rocken ist immer ein großer Spaßfakor.”; siehe auch Gaudi // se frein:
(se g’freit ham) sich freuen, jubeln; “Mei, g’freit se dea!” - “Der freut sich aber.” |
Freind |
(mask.)
Freund, Kamerad; “Mei oida Freind ...” - “Mein langjähriger Kamerad ...” // freindlich: freundlich, sympahtisch; “Des is a freindlicha Mo.” - “Besagte Person ist ein sympathischer Herr.” |
Fuaß |
(mask.)
Fuß, Bein; “Auweh zwick, mei Fuaß!” - “Mein Fuß schmerzt.” // ~dappara: (mask.) Fußstapfen, Fußspur; “Schaug di nach Fuaßdappara um!” - “Siehe zu, dass du irgendeine Fußspur entdeckst.” |
gach |
steil, schwierig; “Do geht’s aba gach obi!” - “Ganz schön steil, dieser Weg hier.” |
Gaudi |
(fem.)
Spaß, Freude; “Mei, hamma mia a Gaudi g’habt!” - “Wir waren lustig dabei.”; siehe auch Freid |
ge |
Bekräftigungsfloskel
; “Hob i’s ned glei g’sagt g’habt, ge?” - ”Mir war es von Anfang an offenkundig.” |
glei |
sofort, zuerst, gleich, schnell; “Kimmst hea, aba glei!” - “Bitte komme sogleich zu mir.” |
G’nack |
(neutr.)
Genick, Hals; “Brech’da fei ned’s G’nack, ge!” - “Sei bitte vorsichtig, wenn du auf der Leiter herumturnst.” |
Grabbla |
(mask.)
Finger, Hand; “Doa deine Grabbla obi!” - “Bitte lasse deine Finger davon.” // Gicht~: (mask.) dicke, unförmige, ungeschickte Finger; “Do deine Gichtgrabbla da aussi!” - “Tauche deine ekeligen
Finger bitte nicht hinein.” |
Grattla |
(mask.)
Mensch mit schlechter Lebensführung; “Du Grattla!” - “Du ungehobelter Mistkerl, verschwinde!” |
Greazeigs |
(neutr.)
Gemüse, Grünzeug; “Aba ohne Greazeigs!” - “Lass das Gemüse besser gleich weg.” |
G’schia |
(neutr.)
Geschirr, Teller und Tassen; “Mei scheens G’schia!” - “Ach, mein schönes Geschirr!” // ~schbuin: (~g’schbuit ham)
Geschirr spülen, den Abwasch machen; “Reng in de eign via Wänd is zum G’schiaschbuin ganz g’wandt.” - “Regen im Hause erleichtert den Abwasch.” |
G’wand |
(neutr.)
Kleidung(-sstück), Gewand; “A feins G’wand is des!” - “Äußerst kleidsam und anmutig.” // ~tl: (neutr.) Verniedlichungsform von G’wand |
g’wandt |
praktisch, nützlich, gut; “Des is fei g’wandt, ge!” - “Überaus nützlich, in der Tat.” |
Haferl |
(neutr.)
Topf, Gefäß; “Des is a guads Haferl!” - “Dies ist ein perfekter und zweckmäßiger Topf.” |
hatschn |
(g’hatscht sei) gehen, langsam schreiten, leicht hinken;
“So samma hoit dahi g’hatscht.” - “So sind wir dahin geschritten.” // Hatscharei: (fem.) das Herumgehen, -hinken; “Du mit deina Hatscharei!” - “Dein Rumgelaufe regt mich langsam auf.” |
Hausl |
(mask.)
Bimbo, Laufbursche, Trottel; “I bin doch ned dei Hausl!” - “Deinen Kram kannst du gefälligst alleine erledigen.”; siehe auch Breznsoiza |
heit |
heute; “Heit hamma an boarischn Himme.” - “Heute ist der Himmel weiß-blau eingefärbt.” // ~ig: heutig, heutzutage; “In
de heitign Zeitn ...” - “Ja, heutzutage natürlich ...” |
Hian |
(neutr.)
Gehirn, Stirn; “I hob’ma as Hian og’haut.” - “Ich schlug mir die Stirne an.” // ~kastl: (neutr.) Gehirn, Stirn, Schädel; “Auweh, mei Hiankastl!” - “Autsch, meine Stirn blutet!”; siehe auch
Belle |
hupfn |
(g’hupft sei)
springen, hüpfen; “Wea hupftn do aa so, ha?” - “Wer poltert dort herum?” |
jo |
ja, genau so ist es, natürlich; “Jo, freile!” - “Na klar!” |
jodeln |
(g’jodelt ham)
jodeln, singen, vor Schmerzen schreien; “Do hob i leichd g’jodelt ...” - “Na, das waren vielleicht Schmerzen, sage ich dir, ich bin fast gestorben.” |
Katthar |
(mask.)
Schnupfen, Erkältung; “I hob an Katthar.” - “Ich bin erkältet.” |
kemma |
(kumma sei)
kommen; “Kimmst hea!” - “Komme bitte her ... nein, hierher, zu mir.” |
kenna |
1. (kennt ham)
kennen, wissen; “Kenn’st an Meier Alois?” - “Ist dir der Herr Meier ein Begriff?” // 2. (konnt ham)
können, fähig zu etw. sein; “Friara hob i’s no konnt.” - “Früher stellte dies für mich kein Problem dar.” |
Kini |
(mask.)
König, Herrscher; “Auf unsan Kini Ludwig!” - “Lang lebe unser geliebter Monarch!” |
Knedl |
(mask.)
Knödel; “Do muasst fei no a baar Knedl essn!” - “Mensch, bist du dünn - iss mehr!” // ~suppn: Knödelsuppe: “No an Leffe vo da Knedlsuppn!” - “Ich hätte bitte gerne noch eine Kelle voll Knödelsuppe.”
|
kriang |
(kriagt ham)
bekommen; “I kriagat no oans!” - “Für mich noch ein Bier bitte.” // se be~: (se bekriagt ham)
sich bekriegen, sich bekämpfen; “De hom se via Joah bekriagt.” - “Sie kämpften vier Jahre lang gegeneinander.” |
Krischperl |
(neutr.)
schmächtiger Mensch; “He, du Krischperl!” - “Du wirfst nicht einmal einen Schatten, so dünn bist du.” |
Kua |
(fem.)
Kuh; “Wem g’heatn d’Kua do?” - “Wessen Kuh ist dies?” // ~stoi: (fem.) Kuhstall; “Dea Retzel Michi hot fei an neia Kuastoi baut.” - “Der Herr Retzel hat sich einen neuen Kuhstall bauen lassen.”
|
lacha |
(g’lacht ham)
lachen, Spaß haben; “I loch schbaada.” - “Dieser Witz war unhumorös.” |
leichd |
1. leicht, einfach; “Is jo leichd!” - “Kein Problem!” //
2. umgspr. vielleicht; “Is des leichd vo da Sau?” - “Ist dies ein Stück Fleisch vom Schwein?” |
liab |
lieb, nett, süß; “Mei, host de liabe Katz g’seng?” - “Ist dir soeben das süße Katzenwesen aufgefallen?” |
macha |
(g’macht ham)
machen, tun, bereiten, bauen; “Wea hot’n den Schuah g’macht?” - “Wer hat diesen Schuh gefertig?” |
Mai |
1. (neutr.)
Mund, Klappe, Maul; “Hoit dei Mai!” - “Sei bitte still.” // 2. (mask.) Mai; “Wann is’n nachhad dea Maitanz?” - “Wann findet der Maitanz dieses Jahr statt?” |
Madl |
(fem.)
Mädchen, Mädel, Freundin; “Des is mei Madl!” - “Sieh, das ist meine Freundin; ich liebe sie gar sehr.”; Verniedlichungsform siehe Dirndl |
Massl |
(mask.)
Glück; “Do host aba a Massl g’habt!” - “Glück gehabt, mein Freund!”; siehe auch Dusl |
mei |
Bekräftigungsfloskel
; “Mei, is des liab!” - “Nein, ach, wie nett!” |
meng |
(g’mocht ham)
mögen, symphatisch finden, lieben; “I mog di!” - “Ich liebe dich.” |
Mo |
(mask.)
Mann; “Schaug’da den Mo o ...” - “Siehe diesen Herrn dort ...” // ~nnsbuid: (mask.) gestandener Mann, schöner Mann; “Wos fia a Monnsbuid!” - “Was ist dies doch für ein gut aussehender Herr!”
|
nackeln |
(g’nackelt ham)
lockern, herumspielen, abbrechen; “Heast auf z’nackeln, ha!” - “Lass das in Ruhe!” |
naa |
nein, auf keinen Fall; “Naa, i mog ned.” - “Nein, ich habe keine Lust dazu.” |
ned |
nicht; “Des wead ned g’macht!” - “Das wird nicht getan werden.” // nia, neamois: niemals, nie, gar nicht;
”Friara hot koana neamois nia koa Geld ned g’habt.” - “Damals waren alle arm.” |
Noagal |
1. (neutr.)
kleiner Rest im Bierglas, Spuckrest; “Do is no a Noagal drinna.” - “Noch ist das Glas nicht ganz leer.” // ~saffa: (mask.)
Restetrinker; “Du Noagalsaffa!” - “Du trinkst auch jedes Glas aus, was?” |
ozapfn |
(ozapft ham)
anzapfen, anstechen; “Ozapft is!” - “Jetzt fließt das Bier!” |
Oa |
1. (neutr.)
Ei; “I bracht a Oa, aba dalli.” - “Hol mir bitte ein Ei.” // 2. ein, eins; “Oa oa, zwoa oa ...” - “Ein Ei, zwei Eier ...”; auch oans oder a |
Oachn |
(fem.)
Eiche; “I geh heit amoi in de Oide Oachn.” - “Ich werde heute zur Abwechslung mein Stammlokal, die Alte Eiche, besuchen.” // ~katzal: (neutr.) Eichhörnchen; “Host des Oachkatzal g’seng?” -
“Sahst du dort das Eichhörnchen über den Weg springen?” |
Oahwaschl |
(neutr.)
Ohr, Ohrläppchen; “Dea hot mi ins Oahwaschl zwickt!” - “Der Vogel piekste mich in mein Ohrläppchen.” |
oans |
eins, ein; “Oans, zwoa, g’suffa!” - “Auf drei, da wird getrunken!” |
oid |
alt, antik; “Dea is aa scho oid!” - “Besagte Person war auch schon einmal jünger.” |
Preiss |
(mask.)
Preuße, Deutscher nichtbayerischer Herkunft; “Its neiss tu bi a Preiss, batt its heia tu bi a Baia!” - “Leider kann ich als Preuße die mir überlegene bayerische Kultur nicht als die meinige bezeichnen.”
|
Pistnraudi |
(mask.) im Verkehr
Rowdie, Rambo; “Debb, du damischer! Pistnraudi!” - “Lern Auto-/Ski-/Fahrrad/...-fahren!” |
raffa |
(g’rafft ham) schlägern, prügeln, raufen; “Wenn’st raffa
mogst, kunnst glei a boar fanga.” - “Wenn du Schläge beziehen willst, nun, an mir soll es nicht scheitern.” // ~rei (fem.) Schlägerei, Rauferei; “Glei gibt’s a Raffarei!” - “Gleich wird es hoch
hergehen.” |
rumstrawanzn |
(rumstrawanzt ham)
sich herumtreiben; “Wo strawanzt’n rum, ha?” - “Wo bist du gewesen? Sprich!” // Strawanza: (mask.) Herumtreiber, Weggelaufener; “So a Strawanza!” - “Läuft so einfach weg!” |
saffa |
(g’suffa ham)
trinken, schnell schlucken, saufen; “Du saffst wia a Loch.” - “Du bist wie ein Fass ohne Boden.” // ~rei: (fem.) Besäufnis, Trinkgelage; “Wos fia a Saffarei moanst’n?” - ”Leider kann ich mich
an dieses Gelage nicht mehr so richtig erinnern.” |
sang |
(g’sagt ham)
sagen, sprechen, warnen; “I sog’s eich ...” - ”Ich warne euch ...” |
Sau |
1. (fem.)
Schwein, Sau; “Dea frisst ned wia a Mensch, dea frisst wia mei Sai!” - “Er besitzt nicht im Entferntesten so etwas wie Tischmanieren.” // 2. Bekräftigungsvorsilbe
; “Saupreißn!” - “Dumme Norddeutsche!” |
Schafkopf |
(mask.) typisch bayerisches Kartenspiel
; “Wea duat an Schafkopf mit?” - “Wer würde mit uns schafkopfen?” |
schaung |
(g’schaugt ham)
sehen, schauen, blicken; “Schaug amoi!” - “Sieh dir das einmal bitte an.” // G’schau: (neutr.) Blick, Geischtsausdruck; “Host du a G’schau drauf!” - “Ich bitte dich viemals, schau nicht so.”
|
schbeim |
(g’schbiem ham) sich übergeben; “Dea hot oadentlichst
g’spiem, ge.” - “Besagte Person hat in undelikater Weise äußerst viel rückwärts gegessen.” |
schee |
schön, nett, hübsch; “Ui, is die schee!” - “Ihre Schönheit lässt mich erblinden.” |
Schmarrn |
1. (mask.)
Unsinn, Nonsens; “Jo ge, so a Schmarrn!” - “Welch ein Unsinn!” // 2. Kaisa~ (mask.) Kaiserschmarren, zerrhackter Pfannkuchen; “I kriagat an Kaisaschmarrn!” - “Für mich eine
Portion Kaiserschmarren bitte.” |
Schnackla |
(mask.)
Schluckauf; “Daschrick mi amoi, i hob an Schnackla.” - “Ich brauche Hilfe gegen meinen Schluckauf.” // schnackeln: (g’schnackelt ham)
kapieren, einrasten; “Hot’s g’schnackelt?” - “Hast du es verstanden?” |
schnackseln |
(g’schnackselt ham) miteinander schlafen, dem Beischlaf
frönen, Sex haben; “Mogst schnackseln?” - “Willst du nicht mit mir in die Kiste hüpfen und die Banane schälen?” |
scho |
schon, doch schon; “Scho so schbaad?” - “Ist der Uhrzeiger doch schon so weit vorgerückt?” |
seng |
(g’seng ham)
sehen, erblicken, beobachten; “Host den Huaba Sepp g’seng?” - “Weißt du, wo sich der Herr Huber gerade befindet?” |
Spezi |
1. (mask.)
guter Freund, Kamerad; “I und mei Spezi!” - “Mein Freund und ich sind gute Kameraden.”; siehe auch Freind // 2.
(neutr.) Spezi, Cola-Mix; “Fia mi aa a Spezi!” - “Ich bekomme ebenfalls ein Spezi bitte.” |
stinga |
(g’stunga ham)
streng riechen, stinken, auf die Nerven gehen; “Du stinkst’ma fei!” - “Bitte entferne dich, bevor mir die Hand ausrutscht.” |
suacha |
(g’suacht ham)
suchen, nachschauen; “I suach an blaun Opl Gete-i.” - “Ich suche nach einem blau lackierten Opel GTI.” // Suach: (fem.)
Suche; “I bin auf da Suach nach eahm” - “Ich befinde mich auf der Suche nach ihm.” |
vahunackln |
(vahunacklt ham)
verderben, kaputt machen, zerstören; “Eh, dua des fei ned nia vahunackln!” - “Gib acht, mein Jung, auf dass du es nicht zerstörest.” |
vazäin |
(vazäit ham)
erzählen; “I vazäi eich de G’schicht ...” - “Ich erzähle euch die Story ...” // se ~: (se vazäit ham)
sich verzählen, sich irren, sich erzählen; “Do host di vazäit.” - “Dein Ergebnis ist ein falsches.” |
vazein |
(vazeit ham)
verzeihen; “I vazei’da.” - “Ich verzeihe dir.” // Vazeiung: (fem.) Verzeihung, Buße, Entschuldigung; “Vazeiung, Hea Pfarra!” - “Vielmals Entschuldigung, Herr Pastor!” |
Watschn |
(fem.) stärkere Fotzn // watschn:
(g’watscht ham) ohrfeigen, watschen; “I watsch’da glei oans!” - “Na warte!” |
wean |
(g’woan sei) werden, entstehen; “Des wead amoi so a Fega!”
- “Der wird einmal so ein richtiger Aufrührer werden.” |
Wiesn |
1. (fem.)
Wiese, Gras, Rasen; “Und donn bin i in da Wiesn g’leng.” - “Und eh ich mich versah, lag ich im Grase.” // 2. (fem.)
Oktoberfest; “Geh’ma heit auf de Wiesn?” - “Wollen wir heute das Oktoberfest besuchen?” |
wuid |
wild, unberechenbar, schlimm; “Is jo ned so wuid!” - “Ach, so schlimm ist das auch wieder nicht.” // Wuida: (mask.)
Wilder; “Do geht’s zua wia bei de Wuidn!” - “Das sind ja Verhältnisse wie ... wie ... ach, unkultiviert!” |
wurscht |
egal, nicht so wichtig, nun sinnlos geworden; “Is wurscht!” - “Danke, hat sich geklärt.” // Wurscht: (fem.)
Wurst; “I hätt gean a Wurscht.” - “Ich würde gerne eine Wurst käuflich erwerben.” |
Zeha |
(mask.)
Zehe, Fuß; “Du bist’ma auf’d Zeha g’sting!” - “Du tratest auf meinen Fuß.” // ~kaas: (mask.) Fußpilz, Fußgeruch; “Jessas, bei dem Zehakaas ziagts’da jo d’Schua aus!” - “Er hat einen schlimmen
Fußpilz.” |
ziang |
(zong ham)
ziehen, auftreiben, aufreissen; “Wo host’n den dahea zong?” - “Wo hast du deinen neuen Freund kennen gelernt?” // Zuag: (mask)
Zug, Zugluft; “I glaub, i bin in d’Zuag neikemma.” - “Ich fühle mich desolat.” |
Zipfe |
(mask.)
Zipfel, Endstück, Penis; “Gib’ma amoi den Wurschtzipfe!” - “Reiche mir bitte das Ende der Wurst.” // ~klatscher: (mask.) Wichtigtuer, scherzhaft
Mann; “He, oida Zipfeklatscher!” - “Holla, du Aufschneider!” |
se zupfn |
(se zupft ham)
sich von dannen machen, das Weite suchen; “Zupfts eich!” - “Bitte verschwindet, so schnell es euch möglich ist, außer, ihr wollt die Bekanntschaft mit meinen geballten Fäusten machen. Danke.” |
Zwetschgn |
1. (fem.)
Zwetschge; “Geh’ma Zwetschgn klaun!” - “Lass uns Zwetschgen stibitzen.” // 2. (fem.)
Akkordeon; “I kunn Zwetschgn schbuin!” - “Ich kann das Akkordeon in wahrer Harmonie benutzen, auf dass meine Zuhörer Wohlgefallen an der Musik finden.” |
zwidda |
zuwider, entgegen; “Issa’da aa zwidda?” - “Kannst du ihn auch nicht leiden?” // ~hex: (fem.) Zicke; “Du
oide Zwiddahex!” - “Zicke bitte nicht so herum!” |